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Bis ins Jahre 1991/1992 wurde innerhalb der EU gezielte Flächen-Impfungen gegen drei Arten der Maul- und Klauenseuche (= MKS) durchgeführt. Dies machte damals auch durchaus Sinn, denn zu der damaligen Zeit gab es innerhalb der EU nur diese drei Typen. Durch die Flächenimpfungen waren diese Typen jahrelang verschwunden. Seit der damaligen Zeit wurden keine Impfungen mehr durchgeführt, weil keine Notwendigkeit gesehen wurde.
MKS ist vergleichbar mit einer Grippe. Sowohl MKS als auch eine Grippe kann man nur wirksam bekämpfen bzw. davor vorsorgen, wenn man den Seuchenstamm identifiziert. Daher ist eine Impfung gegen "alte bekannte Stämme" meist unnötig, da es sich momentan wahrscheinlich um eine neue Form der MKS handelt.
Ein weiterer Punkt ist, dass bei einer Impfung nicht mehr konkret unterschieden werden kann, ob es sich bei dem Tier um ein infiziertes oder nur ein geimpftes Tier handelt. Bei jeder Impfung entstehen Antikörper und dies kann oftmals und zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr nachgeprüft werden.
Es gibt Impfstoffe, die jedoch nur im äußersten Notfall eingesetzt werden sollten - sprich, zum Schutz von akut betroffenen Tiere. Man spricht sodann von einer sog. Schutzimpfung. Die Phramaunternehmen haben bereits signalisiert, dass die entsprechende Impfstoffmenge kurzfristig produziert werden kann.